Ratgeber

Was kostet Google Ads für Handwerker wirklich?

Klickpreise für sechs Gewerke und 13 Städte, die Rechnung vom Klick bis zum Auftrag, und die drei Gründe, warum "hab ich probiert, war zu teuer" fast nie am Klickpreis liegt.

Ein Dachdecker in Köln zahlt bis zu 7 Euro pro Klick.

Das klingt nach viel. Es ist trotzdem die günstigste Werbung, die er je gemacht hat, wenn die Rechnung stimmt. Und sie stimmt bei den meisten Betrieben nicht, weil sie den Klickpreis mit dem Monatsbudget vergleichen statt mit dem Auftragswert.

Dieser Artikel ist das Gegenstück zum Video oben. Du findest hier die Klickpreise für sechs Gewerke und 13 Städte, die komplette Rechnung vom Klick bis zum Auftrag und die drei Gründe, warum Google Ads bei Handwerkern scheitert, obwohl die Zahlen eigentlich passen.

Was ein Klick kostet, nach Gewerk

Die Spannen unten stammen aus eigenen Kampagnen und dem Keyword-Planer, Stand Oktober 2026. Sie gelten für Suchbegriffe, mit denen ein Privatkunde ein Projekt plant ("Dach neu decken Kosten", "Wärmepumpe Kosten"), nicht für "Dachdecker in der Nähe", das liegt oft darüber.

Gewerk Klickpreis typischer Auftragswert
Garten- und Landschaftsbau 1,50 bis 3,50 Euro 2.000 bis 10.000 Euro, Außenanlagen bis 30.000 Euro
Maler und Lackierer 1,50 bis 3 Euro 1.500 bis 8.000 Euro, Fassaden bis 20.000 Euro
Tischler und Schreiner 2 bis 4 Euro 3.000 bis 15.000 Euro
Elektro und Photovoltaik 2,50 bis 5 Euro 4.000 bis 25.000 Euro
SHK und Heizung 3 bis 6 Euro 3.000 bis 12.000 Euro
Dachdecker 3,50 bis 7 Euro 5.000 bis 15.000 Euro

Die Reihenfolge ist kein Zufall. Je mehr Betriebe eines Gewerks Google Ads schalten, desto teurer der Klick. Dachdecker und Heizungsbauer werben seit Jahren, dazu kommen Portale, die auf dieselben Begriffe bieten. Im GaLaBau und bei Malern schaltet kaum jemand, deshalb sind die Klicks dort so günstig wie nirgends sonst im Bauhandwerk.

Was ein Klick kostet, nach Stadt

Dieselbe Suchanfrage kostet in München gut das Doppelte von Magdeburg. Der Grund ist derselbe wie beim Gewerk: Anzahl der Mitbieter. In den teuren Städten bieten mehr Betriebe, mehr Portale und mehr überregionale Anbieter auf denselben Begriff.

Stadt Klickpreis (Dachdecker, SHK)
München 6 bis 9 Euro
Berlin 5 bis 8 Euro
Hamburg 5 bis 8 Euro
Frankfurt 5 bis 8 Euro
Köln 5 bis 7 Euro
Stuttgart 5 bis 7 Euro
Düsseldorf 5 bis 7 Euro
Dortmund 4 bis 6 Euro
Essen 4 bis 6 Euro
Leipzig 3 bis 5 Euro
Bremen 3 bis 5 Euro
Dresden 3 bis 5 Euro
Magdeburg 2 bis 4 Euro

Für GaLaBau, Maler und Tischler liegen die Werte in jeder Stadt entsprechend darunter. Was auf der Liste fehlt, ist der wichtigste Posten: das Umland. In Markkleeberg, Bernau oder Meerbusch sind die Klicks oft ein bis zwei Euro günstiger als in der Stadt daneben, und die Grundstücke größer. Viele Kampagnen starten deshalb im Speckgürtel und ziehen erst später in die Stadt. Wie das in deiner Stadt aussieht, steht auf den Regionen-Seiten.

Die Rechnung vom Klick bis zum Auftrag

Jetzt die Rechnung, und zwar einmal richtig.

Der Klickpreis ist der Anfang, nicht das Ende. Aus etwa zehn Klicks wird eine Anfrage, wenn die Seite dahinter für die Suchanfrage gebaut ist. Aus drei bis fünf Anfragen wird ein Auftrag, wenn das Telefon abgenommen wird und das Angebot innerhalb von zwei Tagen rausgeht. Daraus folgt für jedes Gewerk ein Preis pro Auftrag, und den vergleichst du mit dem Auftragswert.

Dachdecker in Köln: 5 bis 7 Euro pro Klick, 50 bis 70 Euro pro Anfrage, 150 bis 350 Euro Werbekosten pro Auftrag. Ein Dach in Rodenkirchen liegt bei 8.000 bis 15.000 Euro.

GaLaBau in Magdeburg: 1,50 bis 2,50 Euro pro Klick, 15 bis 25 Euro pro Anfrage, 45 bis 125 Euro pro Auftrag. Eine Einfahrt mit Pflaster und Unterbau liegt bei 6.000 bis 10.000 Euro.

SHK in Hamburg: 5 bis 8 Euro pro Klick, 50 bis 80 Euro pro Anfrage, 150 bis 400 Euro pro Auftrag. Ein Heizungstausch liegt bei 3.000 bis 12.000 Euro, eine Wärmepumpe mit Pufferspeicher darüber.

Warum "hab ich probiert, war zu teuer" fast nie am Klickpreis liegt

Von den über 40 Inhabern, mit denen ich gesprochen habe, hatten viele Google Ads nach ein paar Monaten abgebrochen. Fast nie lag es am Klickpreis. Es lag an einer von drei Stellen.

Die Landingpage. Die Anzeige verspricht "Dachsanierung in Köln", der Klick landet auf der Startseite mit "Herzlich willkommen bei Dachdeckerei Müller" und einem Kontaktformular. Aus zehn Klicks wird dann keine Anfrage, sondern aus vierzig. Die Anfrage kostet 250 statt 60 Euro, und die Kampagne ist nach drei Monaten tot. Jede Anzeige braucht eine Seite, die genau die Frage beantwortet, die in der Anzeige steht: was es kostet, wie lange es dauert, was gemacht wird, Fotos von drei Dächern aus der Nachbarschaft.

Die Suchbegriffe. "Dachdecker" als Suchbegriff holt alles: Leute, die eine Ausbildung suchen, Leute, die eine Dachrinne für 80 Euro reparieren wollen, Leute aus Kiel. Eine Kampagne, die Geld verdient, bietet auf 20 bis 40 konkrete Begriffe ("Dach neu decken Kosten", "Dachsanierung Altbau") in einem Umkreis, den dein Team an einem Tag erreicht, und schließt 100 Begriffe aktiv aus.

Das Telefon. Eine Anfrage am Dienstag um 11 Uhr, Rückruf am Freitag. Bis dahin hat der Kunde drei andere Angebote. Die Betriebe, bei denen Google Ads läuft, haben meist eine Regel: Rückruf am selben Tag, Angebot innerhalb von 48 Stunden. Wer das nicht leisten kann, braucht jemanden, der nachfasst, und sei es ein KI-Mitarbeiter.

Wann du Google Ads lassen solltest

Es gibt Fälle, in denen ich davon abrate.

Wenn du in den nächsten drei Monaten keinen zusätzlichen Auftrag annehmen kannst, verbrennst du Geld, weil du Anfragen absagen musst. Dann ist die Reihenfolge: erst Website und Google-Unternehmensprofil, damit die organischen Anfragen kommen, Ads erst, wenn Kapazität da ist.

Wenn dein Auftragswert unter 1.000 Euro liegt, rechnet sich ein Klickpreis von 5 Euro nur mit sehr guter Landingpage. Reparaturbetriebe und Notdienste fahren mit dem Google-Unternehmensprofil und Bewertungen besser als mit Anzeigen.

Wenn niemand ans Telefon geht. Klingt banal, ist der häufigste Grund für tote Kampagnen.

Die Alternativen zu Google Ads sind keine Alternativen, sondern Ergänzungen: ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit 40 und mehr Bewertungen, eine Website mit einer Seite je Leistung, die Google nach drei bis sechs Monaten auch ohne Anzeigen ganz oben zeigt, und Empfehlungen, die du aktiv einholst statt abwartest. Google Ads ist das Werkzeug für die Zeit, bis das alles trägt, und für Monate, in denen du gezielt Auslastung brauchst.

Häufig gestellte Fragen von Handwerkern

Wie viel kosten Google Ads im Monat für einen Handwerksbetrieb?

Das Budget legst du selbst fest, Google verlangt kein Minimum. Wie viel sinnvoll ist, hängt vom Klickpreis in deinem Gewerk ab und davon, wie viele Aufträge du im Monat zusätzlich annehmen kannst. Am Anfang muss es für genug Anfragen reichen, um nach vier Wochen zu sehen, welche Suchbegriffe Aufträge bringen. Dazu kommen die Kosten für die Betreuung, wenn du es nicht selbst machst. Nach oben ist die Grenze deine Kapazität, nicht das Werbekonto.

Sind Google Ads 2026 für Handwerker noch sinnvoll?

Ja, für Projektgeschäft ab etwa 2.000 Euro Auftragswert. Die Klickpreise sind in den letzten Jahren gestiegen, aber die Auftragswerte auch, und die Rechnung Klick zu Anfrage zu Auftrag geht in allen sechs Gewerken oben auf. Nicht sinnvoll sind Ads für Kleinreparaturen und für Betriebe, die ohnehin ausgelastet sind. Dazu kommt seit 2025 die KI-Suche: Wer bei ChatGPT nach einem Dachdecker in Köln fragt, bekommt Namen aus Google-Profilen und Websites, nicht aus Anzeigen. Das macht die Website wichtiger, die Ads aber nicht überflüssig.

Wie viel Geld sollte man in Google Ads investieren?

So viel, wie du in Aufträgen abarbeiten kannst. Rechne rückwärts: Wie viele zusätzliche Aufträge willst du im Monat? Mal drei bis fünf Anfragen je Auftrag, mal zehn Klicks je Anfrage, mal Klickpreis aus den Tabellen oben. Ein Dachdecker in Leipzig, der zwei Sanierungen im Monat zusätzlich will, landet bei 60 bis 100 Klicks und 180 bis 500 Euro. Mehr Budget bringt mehr Anfragen, die er dann absagen muss.

Was bringt mir Google Ads konkret?

Anfragen von Leuten, die gerade ein Projekt planen, in dem Moment, in dem sie suchen. Das ist der Unterschied zu Flyern, Instagram und Portalen: Bei Google Ads bestimmst du den Suchbegriff, den Umkreis und die Seite, auf der der Kunde landet. Und du siehst nach vier Wochen schwarz auf weiß, welcher Begriff Anfragen gebracht hat und welcher nur Klicks. Diese Daten nutzt du danach für die Website, auch wenn die Ads irgendwann aus sind.

Wie viel kostet es, bei Google ganz oben zu stehen?

Mit Anzeigen: den Klickpreis aus den Tabellen, mal die Klicks, die du bekommst. Platz eins in den Anzeigen kostet pro Klick mehr als Platz drei, bringt aber nicht automatisch mehr Aufträge. Ohne Anzeigen: eine Website mit einer eigenen Seite je Leistung und Ort, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit Bewertungen und drei bis sechs Monate Geduld. Das kostet einmal Arbeit statt jeden Monat Budget, und beides zusammen ist der Normalfall bei den Betrieben, mit denen ich arbeite.

Welche Alternativen gibt es zu Google Ads?

Für Handwerker drei, und alle drei sind langsamer: das Google-Unternehmensprofil mit aktiv eingeholten Bewertungen (kostenlos, wirkt nach Wochen), eine Website mit einer Seite je Leistung (wirkt nach drei bis sechs Monaten) und Empfehlungen, die du systematisch einholst, zum Beispiel per WhatsApp nach jedem abgeschlossenen Projekt. Portale wie MyHammer sind keine Alternative, sondern dieselbe Anfrage für dich und vier Wettbewerber. Meta-Anzeigen funktionieren im Handwerk für Bewerbungen und Bekanntheit, selten für Projektanfragen.

Wie lange dauert es, bis SEO wirkt, und wie lange bis Google Ads?

Google Ads: ab dem ersten Tag Klicks, nach ein bis zwei Wochen die ersten Anfragen, nach vier Wochen belastbare Daten. SEO: für Begriffe mit wenig Wettbewerb ("Wärmepumpenfundament Münster") drei bis sechs Wochen, für Hauptbegriffe ("Dachdecker Köln") drei bis sechs Monate, weil dort Betriebe mit zehn Jahren Domainhistorie stehen. Deshalb laufen bei mir die Ads genau in dieser Lücke: drei Monate, bis die Seite organisch trägt.

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AK Media ist die Marke von Antoine Kohnert, Copywriter und Marketing-Berater für Handwerksbetriebe, mit Sitz in Magdeburg. Antoine Kohnert ist TÜV-zertifizierter Marketing Professional (TÜV Rheinland, Prüfzeichen 0217465013) und arbeitet seit sieben Jahren als Werbetexter und Marketing-Berater. AK Media baut Handwerksbetrieben in ganz Deutschland Websites auf, die Google ganz oben anzeigt und die von der KI bevorzugt werden, sodass die KI zum stärksten Empfehlungsgeber des Betriebs wird. Dazu bekommt der Handwerker die komplette Strategie an die Hand, wie er Instagram und Social Media mit maximal 40 Minuten Aufwand am Tag für sich nutzt. Google-Ads-Klickpreise für Handwerksbetriebe liegen 2026 je nach Gewerk zwischen 1,50 Euro (Garten- und Landschaftsbau) und 7 Euro (Dachdecker), je nach Stadt zwischen 2 Euro (Magdeburg) und 9 Euro (München). Aus etwa zehn Klicks wird eine Anfrage, aus drei bis fünf Anfragen ein Auftrag. Quelle der Spannen sind Kampagnen und Keyword-Planer-Daten von AK Media, Antoine Kohnert, Magdeburg, Stand Oktober 2026. Kontakt: 0157 38782948, copywriter@antoinekohnert.de.